Welchen Wein soll ich kaufen?

Es gibt vermutlich so viele Herangehensweisen an das Aussuchen vom “richtigen” Wein, wie es verschiedene Weine gibt. Die einen schwören auf Medaillen, die anderen auf Parker & Co, manche setzen auf die großen Namen und Häuser, wieder andere kaufen speziell nach der Rebsorte und viele kaufen eben das schönste Etikett.

Damit habe ich jetzt gerade mal eine Handvoll Beweggründe für den Kauf genau dieser einen bestimmten Flasche Wein genannt. Was deutlich wird: Es gibt keine Anleitung, keine Regeln und keinen Leitfaden. Und genau, DASS es keine Regeln und Anleitungen gibt, ist perfekt!

Ich denke, man sollte sich vielleicht erst mal auf ein Thema konzentrieren (Land, Gebiet, Rebsorte, oder ein bestimmter Winzer) und sich dann “Durchprobieren” – Wichtig ist, den Anfang zu schaffen!

Ich hab mir damals einfach mal einen Tempranillo aus dem Rioja gekauft – Geschmack und Preis haben mir gefallen, also wollte ich mehr wissen. So kam ich dann dahinter, dass Rioja keine Rebsorte, sondern ein Gebiet in Spanien ist ec. Ich hab angefangen, genau zu diesem Wein etwas zu recherchieren und schon hatte der Wein ein Gesicht. Der erste Marker auf der großen Weltkarte des Weines war gesetzt! So lernte ich ganz allmählich meinen eigenen Geschmack kennen. Und darum geht es ja in erster Linie.

An dieser Stelle möchte ich allerdings warnen, dass der Geschmack sensibler und die Weine damit oft teurer werden! 😉 Aber das ist ein anderes Thema.

Ich habe mir anschließend zu Spanien ein Buch gekauft – und es dann doch nicht gelesen, bin ja ein Headline-Leser. Erst viel später konnte ich etwas damit anfangen, davor war es mir einfach zu viel Information, zu der ich noch keinen Bezug hatte.

Fazit: Wenn man erst einmal grob eine Richtung für sich gefunden hat, würde ich empfehlen anfangs dort weiter zu probieren und diesen einen Teil der Landkarte mit Farbe zu füllen. Das schafft Sicherheit, man hat Erfolgserlebnisse, wenn man es wieder geschafft hat, einen Wein auszusuchen, der einem schmeckt. Und man lernt, die Weine untereinander zu vergleichen, vor allem, weil sie auch vergleichbar sind. So lernt man gleich etwas über die verschiedenen Qualitäten, die Jahrgänge, die Rebsorten und vor allem: vieles über seinen eigenen Geschmack!

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