Kurztrip ins Elsass

Der Kurzurlaub zu den Nachbarn in Frankreich dauerte nur 4 Tage – hinterließ aber wie alle meine Weinreisen einen bleibenden Eindruck bei mir. Wer noch nicht dort war, sollte unbedingt mal hin – ist ja fast um die Ecke 😉 Die Elsässer habe ich als lebensfrohe Gastgeber und Genießer kennengelernt, die in einer wunderschönen Landschaft zu Hause sind!

Ich gebe zu, ich war voller Vorurteile und habe mich auf üppige, reife Weine eingestellt – und war dann überrascht bei den oft jungen und modernen Winzern mineralische und schlanke Weine im Glas zu haben. Sie hatten keine Spur von dem  etwas altmodischen Image des Elsass.

Vor allem habe ich mich zu der Zeit gerade auf meine Schaumwein-Prüfung (WSET Diploma) vergangene Woche vorbereitet und so einiges an Crémant d’Alsace probiert. Es gibt ein paar Winzer die sich speziell darauf spezialisiert haben.

Jean-Claude Boucher

Jean-Claude Boucher (Wettolsheim) ist einer davon, ich durfte ihn persönlich kennen lernen – ohne Voranmeldung waren wir herzlich willkommen und gleich überzeugt. Ein echter Tip!

 

Familie Barmés-Boucher

Gleich nebenan mit ähnlichem Namen waren wir noch bei Familie Barmés-Boucher, die eben die moderne Art der Elsässer Weine produzieren: schlank, mineralisch und präzise, dazu noch alles biodynamisch erzeugt. Tolles Tasting dort. Einige weitere folgten.

 

Genossenschaftsvinotheken

Im Elsass sind viele Weingüter für Besucher geöffnet, sie freuen sich aber oft über eine kurze telefonische Anmeldung. Genossenschaftsvinotheken wie z.B. in Ribeauvillé sind dagegen auf spontane Kunden eingerichtet. Bei kleineren Winzern sollte man vorab einen Termin ausmachen, wenn man nicht vor einem geschlossenen Tor stehen möchte. Und: Die Zeiten in denen man davon ausgehen kann, dass Elsässer Französisch und Deutsch sprechen sind vorbei. Dafür kommt man bei der jungen Generation mit englisch super zurecht. 

Mal abgesehen vom Wein wimmelt es im Elsass nur so von unglaublich hübschen Fachwerkhäusern und mittelalterlichen Städtchen – und klar, Flammkuchen gibt es überall.

Dazu passt dann auch perfekt einer der klassischen Elsässer Kraftpakete, gerne gereift, z.B. ein Riesling aus einer der vielen Grand Cru Lagen oder ein Gewürztraminer, der übrigens nicht immer süß sein muss.

In open eyes – Elsass seht ihr noch ein paar weitere Eindrücke. (Meine nächste Weinreise führt mich demnächst übrigens nach Argentinien –  ich werde berichten!)

 

 

 

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