Alkoholfreier Wein und Sekt – eine gute Alternative?

Die großartigen und lustigen Reaktionen auf meinen letzten Post haben mich dazu inspiriert die alkoholfreie Variante nun mal etwas genauer zu betrachten. Ist sie denn wirklich eine Alternative oder eher etwas, das die Welt nicht braucht?

Zunächst einmal: Für wen sind alkoholfreie Weine interessant?

Für sehr viele! In meinem Freundes- und Bekanntenkreis ist im Moment die Hälfte schwanger, stillt oder muss halt nachher noch Auto fahren. Das kennt jeder und ich bin sehr froh, dass das heute so normal ist. 

Warum dann nicht einfach Traubensaft anbieten?

Ja, weil alkoholfreier Wein kein Traubensaft, sondern entalkoholisierter Wein ist. Es wurde erst ein ganz normaler Wein durch Gärung erzeugt, der dann auch alle Aromen enthält, die erst bei diesem Vorgang entstehen. Und genau um diese Aromen geht es. Sie unterscheiden am Ende den alkoholfreien Wein vom Traubensaft.

Herstellung im Vakuum

Alkoholfreier Wein wird durch ein aufwendiges Verfahren im Vakuum erzeugt. Alkohol verdampft dabei schon bei 27°C, die Aromen bleiben weitgehend erhalten. 

Letztendlich musste ich leider schon oft genug feststellen, dass alkoholfreier Wein von der Idee her zwar gut ist, die Umsetzung aber leider einfach meistens nicht schmeckt. Woran liegt das?

Qualität der Grundweine ist entscheidend

Dabei habe ich mein eigenes Kaufverhalten beobachtet und festgestellt, dass ich tatsächlich noch nicht bereit wäre, für einen alkoholfreien Wein mehr als 9 oder 10€ auszugeben, da meine Erfahrung damit bisher eher mäßig positiv waren. Und die meisten liegen preislich tatsächlich noch drunter. Wie gut kann also der Grundwein sein, der für deren Erzeugung verwendet wurde? Dazu muss das teure Vakuum-Verfahren noch mit rein gerechnet werden. Das Geschmackserlebnis kann also kaum besser werden, als bei dem Genuss eines Weines aus dem untersten Preissegment. Das dürfte nach dieser Betrachtung kaum jemanden mehr wundern. 

Die Angebotsvielfalt an alkoholfreien Weinen und Sekten wird aber meiner Meinung nach steigen und damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass darunter auch hochwertige Weine zu finden sind, für die ich persönlich dann auch mal etwas mehr bezahlen würde. Sind wir also gespannt – richtig gemacht stellen die alkoholfreien Varianten dann sicher eine gute Alternative dar.

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